Da ich ja sonst in der Regel über die CDU rante, habe ich diesmal mal was über die Grünen gefunden. Und zwar fordern einige der Bundesgrünen eine Kultursteuer, wenn man aus der Kirche austreten will, um somit die Leute zu zwingen in der Kirche zu bleiben. Kannste dir nicht ausdenken sowas. Die CDU ist bei sowas natürlich grundsätzlich vorne mit dabei, also mal schauen, wo das dann landet.
Ich bin ansich schon dafür, dass man, wenn man aus der Kirche austritt, Geld spendet an Ärzte ohne Grenzen, Unicef oder sonstiges – aber unter Zwang und nur aus Gängelei ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Zumal ich sowas von der CSU erwartet hätte, aber nicht von den Grünen. Naja.
Viel fällt mir da eigentlich nicht zu sein, aber ich war fasziniert, auf was für Ideen manche Leute kommen. Über den Sinn hingegen braucht man wohl eher nicht zu reden ^^ (Danke, Sarah)
ausgegebenen Anlass (was ich heute an Rechtem Schwachsinn und “Humor” über Rechte Gesinnungen ich auf Facebook gelesen habe, geht auf keine Kuhhaut mehr), möchte ich Marina Weisband, die mit ihrem Blogbeitrag dazu auffordert, zustimmen.
Ich distanziere mich hiermit deutlich von
Rassismus
Nationalsozialismus
Geschichtsrevisionismus
Antisemitismus
Islamophobie
Homophobie
Sexismus
und jedem weiteren Weltbild, das Menschengruppen ausgrenzt oder verachtet, wegen Dingen, für die sie nichts können.
ich habe grade ein Interview – beziehungsweise schon eher Gespräch – mit Marina Weisband gesehen. Eigentlich wollte ich mir das nur ganz kurz angucken, überfliegen oder reinschalten, aber irgendwie hat es mich “mitgerissen”, was Afelia so erzählt hat. Dass ich sie für eine sehr kompetente und tolle Frau halte, habe ich sicherlich schonmal erwähnt, wenn dem nicht so ist, so ist das hiermit geschehen.
Schaut euch das einfach mal an, es lohnt sich wirklich. Im Wesentlichen geht es um Afelias Rolle in der Piratenpartei, das BGE, Bildungspolitik, ihr Kunstverständnis etc.
wie ihr vielleicht mitgekriegt habt, gibt es im Netz momentan große Debatten über Content, die Rechte an Content, “geistiges Eigentum”, wie die Piratenpartei alle Künstler verhungen lassen will (my ass..), wie von der Öffentlichkeit finanzierte Drehbuchautoren des Tatorts über Raubkopien reden und so weiter.
Hier gibt es natürlich hunderte Blogs, die ich gelesen habe und empfehlen könnte, aber einer ist mir heute beonders ins Auge gefallen, und zwar der von Anatol Stefanowitsch. Er hat hier seine Kritik am Verhalten der Kreativen auf drei Punkte fixiert, denen ich allen nur aus vollem Herzen zustimmen kann, also lest ruhig mal rein:
Das war sie also, die erste Landtagswahl von dreien in diesem Jahr. Und für mich persönlich ein sehr schönes Ergebnis: die FDP fliegt im hohen Bogen raus und die Piraten überflügeln mal eben die Grünen und kommen deutlich über die 5% Hürde. Bei den Grünen lag es hinterher dann an 120 Stimmen, dass sie die 5% Hürde überhaupt genommen haben – da sag noch mal einmal, auf eine einzelne Stimme käme es ja doch nicht an.
Was mir jedenfalls im nachhinein aufällt ist die immer noch sehr starre Berichterstattung der Medien. In der sogenannten Elefantenrunde war kein Vertreter der Piraten, die FDP darf aber mal wieder ihren Senf überall dazugeben.
Dieses Video vom Wahlabend ist mir auch aufgefallen:
Der Herr Döring ist also der Meinung, dass Diskussionen im Internet nicht anonym stattfinden dürfen, sondern nur namentlich. Mit der Begründung, dass der Umgangston im Netz oft unter aller Sau ist. Mal ganz ehrlich – hat der Mann sein Demokratieverständniss gleich mit an Möwenpick verkauft? Oder die Pharmalobby, je nachdem, wer da meistbietend war.
Schon klar, im Internet geschieht es vielleicht schneller, dass der Ton mal entgleist. Aber dass das jetzt riesige Mengen annimmt, ist mir noch nicht aufgefallen. Und zur Anonymität… im realen Leben laufen wir auch nicht alle mit Namensschildern rum und lassen so jeden erkennen, wer wir sind. Die Grundrechte, in dem Fall das auf informatielle Selbstbestimmung, muss doch im Internet genauso gelten, wie es im realen Leben der Fall ist, oder nicht?
Damit komme ich zum nächsten Link, den ich heute kurz ansprechen will, und zwar ein schöner Artikel aus dem STERN. Link.
Hier wird mal auf erstaunlich gute Weise erklärt wie der Erfolg der Piratenpartei überhaupt zustande kommt, und wodran es liegt, dass die Partei in der Öffentlichkeit so anders wahrgenommen wird, als es die Altparteien tun: am Respekt, sowohl unter Parteifreunden als auch dem Wähler gegenüber. Respekt, Fairness, Transparenz. Meiner Meinung nach auch drei der wichtigsten Punkte, die den Erfolg der Piraten erklären und wegen denen ich auch Mitglied in der Piratenpartei bin.
Das mit dem Respekt kann man auch sehr gut hier sehen: die LINKEN demonstrieren vor dem Piratenparteitag in Münster mit einem Banner: PIRATEN = SOZIALRÄUBER (Was die damit meinen, ist mir übrigens auch schleierhaft, auf dem letzten Programmparteitag wurde doch das BGE beschlossen…?). An dem Plakat ist etwas kaputtgegangen, zwei Piraten kommen und reparieren das Protestplakat mit Tesafilm:
Außerdem hat der FOCUS heute noch eine Titelstory über die Piraten, die sich auch insgesamt sehr schön las, so waren beispielsweise immer die Twitternamen im Artikel genannt. Das war wohl das erste Mal seit Monaten, dass ich mir eine Printzeitschrift gekauft hab, aber hat sich echt gelohnt. Insgesamt muss ich sagen, dass die Medien langsam aber sicher verstehen, dass es sich hier nicht nur um ein Phänomen handelt, dass es in der “hippen Hauptstadt” (oh Mann, das klingt ja wie bei Bauer sucht Frau) zu beobachten gibt, sondern dass sich die Forderung nach Transparenz und Bürgerrechten auch in den Flächenländern in Wahlergebnissen wiederspiegelt.
Und abschließend noch einen Kommentar von der Tagesschau, die ins gleiche Horn stößt wie der STERN: die Piraten sind ernst zu nehmen, sie haben Positionen zu vielen Themen, zu denen es nicht unbedingt (von der Allgemeinheit) erwartet wurde. Ja, es gibt ein Parteiprogramm. Aber lest den Kommentar am besten selbst: Link.
Das war es erst mal vom Wochenende. Für mich – weil aus NRW – gibt es wohl auch die nächsten Wochen im Wahlkampf was zu tun, angefangen vom Unterschriften sammeln für die Direktkandidaten bis hin zu Infoständen. Es gibt viel zu tun, packen wir es an.
heute gab es bei WDR wieder den Dienstagsbeitrag von Volker Pispers… hat mich größtenteils sehr angesprochen und meine Gedanken wiedergegeben, deshalb hier mal der verweis darauf:
Nachdem ich heute im Radio eine Reportage über den Kinostart von “Hunger Games – Die Tribute von Panem” hörte, und mir auch eine Bekannte (hallo Sabrina :D) die Bücher dazu sehr empfohlen hat, dachte ich mir, dass ich mir zumindest das Erste mal kaufen werde.
17,90 €. Für ein Buch. Gebundene Ausgabe. Erschienen ist das Buch laut Wikipedia 2009, und erst im JUNI 2012 kommt dann die broschierte Ausgabe für 9,99 € auf den Markt. Also mein nächster Gedanke: vielleicht gibts das ja im Schuber mit allen drei Bänden billiger. Ich erspare mir jetzt mal, überall die Links hinzusetzen aber: 79,90 €. Wtf. Für drei Bücher. Das wären jetzt schon 26 € pro Buch… weil ein Pappkarton drumrum ist. Ahja.
Nächster Gedanke: E-Book. Toll, bei Apple im iBooks-Store kostet das dann 15 €. WTF?! (Davon abgesehen, dass besagte Bekannte mir bei Androhung tödlicher Strafen verboten hat, ein E-Book zu erwerben…:D)
Abschließender Gedanke, Just 4 the lulz: Was kostet der Spaß denn auf Englisch? Hier ist mir dann die Kinnlade runtergefallen. Band 1 auf englisch für 4,99 € als Taschenbuch. Im Schuber mit allen drei Bänden: 18,99 €.
Jetzt mal zum mitschreiben. Ich soll statt 18,99 € 79,90 € zahlen, weil die (vermutlich noch nichtmal perfekt) übersetzt worden sind und (zugegebenermaßen sind die englischen Taschenbücher) einen Hardcovereinband haben? Wtf?
Was glauben die eigentlich, wen sie verarschen können? Warum brauchen wir heute noch sowas wie eine Buchpreisbindung? Überall gibt es freien Wettbewerb, außer bei Büchern? Muss sich mir das erschließen? Ich will beleibe nicht den Buchhändlern ans Geld oder sonstwas, aber mittlerweile kriegt es sogar die Musikindustrie hin, einigermaßen zeitgemäße Angebote zu schaffen, siehe Spotify-Start heute. Aber die Buchindustrie ist wohl noch gemeinsam mit der Filmindustrie in den goldenen 50ern…
Warum gibt es genau keine günstige E-Bookflatrates? Oder von mir aus: günstige E-Books? Warum soll ich bitte fast genausoviel für ein E-Book zahlen wie für ein normales Buch, wenn doch der ganze Distributions- und Produktionsprozess wegfällt?
Ich muss das nicht verstehen. Konsequenz aus der ganzen Aufregung heute: ich bestells mir auf Englisch und fertig.
Heyhey, es gibt mal wieder aufregende Meldungen im Bereich “Jugendschutz im Internet” (ein Konzept, das imho von vorne herein zum vollständigen scheitern verurteilt ist… aber wem sage ich das?).
Und zwar gab es da letztes Jahr schon ziemliche Aufruhr, als der JMStV (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag) eingeführt werden sollte, der sogenannte Sendezeiten im Internet einführen wollte – Webseiten die Inhalte für Personen über 18 “senden”, sollten dementsprechend erst nach 23 Uhr oder dergleichen offline sein. Ja, hirnrissig, zumal das dann nur für deutsche Seiten gelten kann… das wurde jedenfalls in letzter Sekunde zurückgenommen, und jetzt gibt es den überarbeiteten Entwurf davon. Und da kommt man aus dem fazialpalmieren nicht mehr heraus:
Das soll jetzt als eine Art Jugendschutzsoftware eingeführt werden. Das Ding gibts nur für Windows.
Diese Software beherrscht keine Subdomains. Was soviel heißt wie: ein WordPress.com Blog ist ab 18 -> Alle werden gesperrt. Hurra, deutsche Internetkompetenz.
das Ding ist sinnlos, weil jedes Kind (naja, sagen wir jugendlicher) heute sowieso ein Smartphone hat, wo es sowas nicht gibt.
Des weiteren gibt es da wohl einen Zensurskandal, so ist wohl die Seite der Grünen in dieser Filterliste geblockt.
Da bleibt eigentlich nichts weiter zu sagen als:
POLITIKER! Y U NO NETZKOMPETENZ?!
Nein mal ehrlich. Ich habe keine Kinder und kann es vielleicht daher auch nicht so sagen aber: Erziehung – und Jugendschutz – ist Sache der Eltern. ich muss doch wissen, was mein Kind da macht im Internet. Und selbst wenn man es nicht jede Minute unter Kontrolle hat – mir hat es auch nicht geschadet. Und Kinder anderer Länder haben diese Probleme wohl auch nicht, das scheint etwas typisch Deutsches zu sein. Man man man man…